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Die Korrespondenz zwischen Arnold Schönberg und den Musikverlagen C. F. Peters und C. F. Peters Corporation

Masterprojekt am Institut für Musikwissenschaft der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig in Kooperation mit dem Arnold Schönberg Center, Wien
Förderer: Avenir Foundation (Lakewood/Colorado)
Kooperationspartner: Arnold Schönberg Center, Wien

Die Briefwechsel zwischen Arnold Schönberg und den Musikverlagen C. F. Peters (Leipzig) und C. F. Peters Corporation (New York) enthalten rund 170 Schriftstücke aus den Jahren 1911 bis 1951. Den inhaltlichen Schwerpunkt der Korrespondenz vor 1933 bildet die Inverlagnahme, Herstellung und Publikation der Fünf Orchesterstücke op. 16, wobei auch die Bearbeitungsprozesse durch Anton Webern und Felix Greissle, die Vorbereitung von Aufführungen sowie die Neuausgabe des Werkes im Jahr 1922 thematisiert werden. Eine freundschaftliche Fortführung des Briefwechsels nach der Emigration Arnold Schönbergs in die Vereinigten Staaten endet mit der „Zwangsarisierung“ des jüdischen Familienunternehmens im Jahr 1939.

Nachdem Walter Hinrichsen, Sohn des 1941/42 durch die Nationalsozialisten ermordeten Verleger-Ehepaares Henri und Martha Hinrichsen, die Flucht in die USA und die Gründung der C. F. Peters Corporation gelungen war, erfolgte ab 1948 die Wiederaufnahme der Korrespondenz mit Arnold Schönberg. Absprachen und Vorbereitungen zur Publikation der Phantasy for Violin with Piano Accompaniment op. 47 sind ebenso deren Gegenstand wie die „reduzierte Fassung“ von op. 16 (1949) und verlagsrechtliche Fragen zu Aufführungen, Vergütung und Copyright. Entscheidende Prägung erfährt der Briefwechsel durch Reflexionen der Exilgeschichte des Verlages und des Komponisten.

Die Korrespondenz erscheint als historisch-kritische Hybridedition. Diese bildet eine Anknüpfung an das Projekt The Correspondence between Arnold Schönberg and his Publishers Universal-Edition and Verlag Dreililien. A Critical Hybrid Edition (www.schoenberg-ue.at). Inhaltliche und strukturelle Überschneidungspunkte zwischen den Quellenbeständen ermöglichen eine Nachnutzung von Forschungsdaten (etwa von Personen-, Werk-, Orts- oder Organisationsregistern) sowie der digitalen Arbeitsumgebung, welche speziell dem Netzwerkcharakter von Verlagskorrespondenzen entsprechend entwickelt wurde. In der gemeinsamen Zielsetzung, die Korrespondenz zwischen Arnold Schönberg und der Verlagsgruppe C. F. Peters nach den gleichen methodischen Kriterien zu visualisieren, folgen die digitale Erschließung der Quellen nach XML-Standard, die Struktur der Edition sowie der Aufbau der Web-Präsenz denselben Richtlinien, die dem Projekt The Correspondence between Arnold Schönberg and his Publishers Universal-Edition and Verlag Dreililien zugrunde liegen, systematisiert unter www.schoenberg-ue.at/editionsrichtlinien.