C. F. Peters an Arnold Schönberg
7. März 1922
Sehr geehrter Herr Schönberg!
Wenn Sie sich mit meinem Brief
gefreut haben, so habe ich dies nicht minder
mit dem Ihrigen vom 1.d.Mts getan, den ich
erst gestern erhalten habe. Ich möchte den-
selben aber gleich beantworten, um Ihnen zu
sagen, dass ich leider am 9. nicht in Wien
sein kann. Abgesehen davon, dass augenblick-
lich hier Messe ist, die mich sowieso an
Leipzig fesselt, bin ich durch die Krankheit
meines Hauptmitarbeiters zurzeit nicht in der
Lage, eine Reise ins Ausland zu machen. Was
nun Ihre Bearbeitung des Reger'schen Violin-
Konzertes betrifft, so interessiert mich
dieselbe natürlich in höchstem Grade, umso-
mehr als Sie das Werk ja ausserordentlich
zu schätzen scheinen. Es wäre jedenfalls
wünschenswert, dass Sie nach der Aufführung
mir einen kurzen Bericht geben, wie die Auf-
nahme bei Kritik und Publikum gewesen ist
und mir evtl. Ihre Bearbeitung gegen angemes-
senes Honorar überliessen, damit ich sie zu-
nächst mal leihweise abgeben kann, das Wei-
tere der Zukunft überlassend. Schreiben Sie
mir doch bitte gleichzeitig, ob Ihnen
Moussorgsky's Bilder einer Ausstellung für
gefreut haben, so habe ich dies nicht minder
mit dem Ihrigen vom 1.d.Mts getan, den ich
erst gestern erhalten habe. Ich möchte den-
selben aber gleich beantworten, um Ihnen zu
sagen, dass ich leider am 9. nicht in Wien
sein kann. Abgesehen davon, dass augenblick-
lich hier Messe ist, die mich sowieso an
Leipzig fesselt, bin ich durch die Krankheit
meines Hauptmitarbeiters zurzeit nicht in der
Lage, eine Reise ins Ausland zu machen. Was
nun Ihre Bearbeitung des Reger'schen Violin-
Konzertes betrifft, so interessiert mich
dieselbe natürlich in höchstem Grade, umso-
mehr als Sie das Werk ja ausserordentlich
zu schätzen scheinen. Es wäre jedenfalls
wünschenswert, dass Sie nach der Aufführung
mir einen kurzen Bericht geben, wie die Auf-
nahme bei Kritik und Publikum gewesen ist
und mir evtl. Ihre Bearbeitung gegen angemes-
senes Honorar überliessen, damit ich sie zu-
nächst mal leihweise abgeben kann, das Wei-
tere der Zukunft überlassend. Schreiben Sie
mir doch bitte gleichzeitig, ob Ihnen
Moussorgsky's Bilder einer Ausstellung für
Klavier zu 2 Händen bekannt sind. Ich
habe diese im Jahre 1874 komponierten
Klavierstücke im Herbst publiziert und
sie haben überall, wo sie gespielt wurden,
besonders wenn Erdmann sie vorführt, ge-
radezu Sensation erregt; eventuell würde
ich sie Ihnen gerne schicken, da sie
Sie sicherlich interessieren müssen.
Sehr geehrter Herr Schönberg!
Wenn Sie sich mit meinem Brief
gefreut haben, so habe ich dies nicht minder
mit dem Ihrigen vom 1.d.Mts getan, den ich
erst gestern erhalten habe. Ich möchte denselben aber gleich beantworten, um Ihnen zu
sagen, dass ich leider am 9. nicht in Wien
sein kann. Abgesehen davon, dass augenblicklich hier Messe ist, die mich sowieso an
Leipzig fesselt, bin ich durch die Krankheit
meines Hauptmitarbeiters zurzeit nicht in der
Lage, eine Reise ins Ausland zu machen. Was
nun Ihre Bearbeitung des Reger'schen Violin-
Konzertes betrifft, so interessiert mich
dieselbe natürlich in höchstem Grade, umsomehr als Sie das Werk ja ausserordentlich
zu schätzen scheinen. Es wäre jedenfalls
wünschenswert, dass Sie nach der Aufführung
mir einen kurzen Bericht geben, wie die Aufnahme bei Kritik und Publikum gewesen ist
und mir evtl. Ihre Bearbeitung gegen angemessenes Honorar überliessen, damit ich sie zunächst mal leihweise abgeben kann, das Weitere der Zukunft überlassend. Schreiben Sie
mir doch bitte gleichzeitig, ob Ihnen
Moussorgsky's Bilder einer Ausstellung für
Klavier zu 2 Händen bekannt sind. Ich
habe diese im Jahre 1874 komponierten
Klavierstücke im Herbst publiziert und
sie haben überall, wo sie gespielt wurden,
besonders wenn Erdmann sie vorführt, geradezu Sensation erregt; eventuell würde
ich sie Ihnen gerne schicken, da sie
Sie sicherlich interessieren müssen.
Zitierhinweis:
C. F. Peters an Arnold Schönberg, 7. März 1922, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit C. F. Peters. Hrsg. von Florian Giering. Version 1.0 vom 02.04.2025. URL: https://www.schoenberg-peters.at/cfp/letters/letter.20410.