Arnold Schönberg an C. F. Peters
11. Februar 1920
VEREIN FÜR
MUSIKALISCHE
PRIVATAUFFÜHRUNGEN
PRÄSIDENT ARNOLD SCHÖNBERG
KANZLEI: WIEN IX. TÜRKENSTRASSE 17
TELEPHON 13193
WIEN, 11. II 1920,
PRIVATAUFFÜHRUNGEN
PRÄSIDENT ARNOLD SCHÖNBERG
KANZLEI: WIEN IX. TÜRKENSTRASSE 17
TELEPHON 13193
WIEN, 11. II 1920,
Sehr geehrter Herr!
Mein Auftrag zur Bestellung des Materiales von meinen
Orch.-stücken wurde durch ein Mißverständnis
unserem Sekretär unrichtig übermittelt. Ich wollte
nämlich nicht ein ganzes Material bestellen, sondern
nur einzelne Stimmen, und zwar zu folgendem
Zweck: unser Verein, dessen Tendenzen Sie aus beil.
Prospekt ersehen, beabsichtigt seinen Mitgliedern
auch Orch.-werke zugänglich zu machen u. zwar
in Form von Bearbeitungen für Kammerorchester. Wir
glauben damit nicht nur den Interessen des Komponisten,
sondern auch denen des Verlegers zu dienen, und
rechnen daher auf Ihr Entgegenkommen. Die
Besetzung des Kammerorch. ist im Allgemeinen:
Harmonium, Klavier, Streichquintett u. 2–4 Bläser. Die
Aufführungen werden weit sorgfältiger studiert als
Orch.-stücken wurde durch ein Mißverständnis
unserem Sekretär unrichtig übermittelt. Ich wollte
nämlich nicht ein ganzes Material bestellen, sondern
nur einzelne Stimmen, und zwar zu folgendem
Zweck: unser Verein, dessen Tendenzen Sie aus beil.
Prospekt ersehen, beabsichtigt seinen Mitgliedern
auch Orch.-werke zugänglich zu machen u. zwar
in Form von Bearbeitungen für Kammerorchester. Wir
glauben damit nicht nur den Interessen des Komponisten,
sondern auch denen des Verlegers zu dienen, und
rechnen daher auf Ihr Entgegenkommen. Die
Besetzung des Kammerorch. ist im Allgemeinen:
Harmonium, Klavier, Streichquintett u. 2–4 Bläser. Die
Aufführungen werden weit sorgfältiger studiert als
dies im Orchesterbetrieb möglich ist, wodurch
alle Mängel einer derartigen Bearbeitung reichlich
wettgemacht werden.
Ich nehme an, daß Sie auch sonst bereit sind,
einzelne Orch.-stimmen abzugeben und bitte je-
denfalls diese behalten zu dürfen, welche ich für
meine Zwecke benötige, während ich die anderen
umgehend zurücksenden werde. Bei der Berech-
nung der behaltenen Stimmen bitte ich Sie mit
Rücksicht auf die gemeinnützigen Zwecke um das
weitgehendste Entgegenkommen, für welches ich
Ihnen im Voraus meinen besten Dank sage. Sollte
unsere Bearbeitung für Sie als Verleger Interesse haben,
so ist der Verein gerne bereit, sie Ihnen gelegentlich
zur Ansicht zu senden. Vielleicht würde es Sie in-
teressieren auch davon zu hören, daß nach dem
Muster des von mir gegründeten Vereins wahr-
scheinlich in der nächsten Zeit in anderen deutschen
und auch ausländischen Städten (Paris unter M. Ravel)
ähnliche Vereine gegründet werden dürften.
einzelne Orch.-stimmen abzugeben und bitte je-
denfalls diese behalten zu dürfen, welche ich für
meine Zwecke benötige, während ich die anderen
umgehend zurücksenden werde. Bei der Berech-
nung der behaltenen Stimmen bitte ich Sie mit
Rücksicht auf die gemeinnützigen Zwecke um das
weitgehendste Entgegenkommen, für welches ich
Ihnen im Voraus meinen besten Dank sage. Sollte
unsere Bearbeitung für Sie als Verleger Interesse haben,
so ist der Verein gerne bereit, sie Ihnen gelegentlich
zur Ansicht zu senden. Vielleicht würde es Sie in-
teressieren auch davon zu hören, daß nach dem
Muster des von mir gegründeten Vereins wahr-
scheinlich in der nächsten Zeit in anderen deutschen
und auch ausländischen Städten (Paris unter M. Ravel)
ähnliche Vereine gegründet werden dürften.
1 Beilage.
VEREIN FÜR
MUSIKALISCHE
PRIVATAUFFÜHRUNGEN
PRÄSIDENT ARNOLD SCHÖNBERG
KANZLEI: WIEN IX. TÜRKENSTRASSE 17
TELEPHON 13193
WIEN, 11. II 1920,
PRIVATAUFFÜHRUNGEN
PRÄSIDENT ARNOLD SCHÖNBERG
KANZLEI: WIEN IX. TÜRKENSTRASSE 17
TELEPHON 13193
WIEN, 11. II 1920,
Sehr geehrter Herr!
Mein Auftrag zur Bestellung des Materiales von meinen
Orch.-stücken wurde durch ein Mißverständnis
unserem Sekretär unrichtig übermittelt. Ich wollte
nämlich nicht ein ganzes Material bestellen, sondern
nur einzelne Stimmen, und zwar zu folgendem
Zweck: unser Verein, dessen Tendenzen Sie aus beil.
Prospekt ersehen, beabsichtigt seinen Mitgliedern
auch Orch.-werke zugänglich zu machen u. zwar
in Form von Bearbeitungen für Kammerorchester. Wir
glauben damit nicht nur den Interessen des Komponisten,
sondern auch denen des Verlegers zu dienen, und
rechnen daher auf Ihr Entgegenkommen. Die
Besetzung des Kammerorch. ist im Allgemeinen:
Harmonium, Klavier, Streichquintett u. 2–4 Bläser. Die
Aufführungen werden weit sorgfältiger studiert als
dies im Orchesterbetrieb möglich ist, wodurch
alle Mängel einer derartigen Bearbeitung reichlich
wettgemacht werden.
Ich nehme an, daß Sie auch sonst bereit sind,
einzelne Orch.-stimmen abzugeben und bitte jedenfalls diese behalten zu dürfen, welche ich für
meine Zwecke benötige, während ich die anderen
umgehend zurücksenden werde. Bei der Berechnung der behaltenen Stimmen bitte ich Sie mit
Rücksicht auf die gemeinnützigen Zwecke um das
weitgehendste Entgegenkommen, für welches ich
Ihnen im Voraus meinen besten Dank sage. Sollte
unsere Bearbeitung für Sie als Verleger Interesse haben,
so ist der Verein gerne bereit, sie Ihnen gelegentlich
zur Ansicht zu senden. Vielleicht würde es Sie interessieren auch davon zu hören, daß nach dem
Muster des von mir gegründeten Vereins wahrscheinlich in der nächsten Zeit in anderen deutschen
und auch ausländischen Städten (Paris unter M. Ravel)
ähnliche Vereine gegründet werden dürften.
1 Beilage.11. Februar 1920
Sächsisches Staatsarchiv (Leipzig)
Leipzig
21070 C. F. Peters
Nr. 2052
Leipzig
21070 C. F. Peters
Nr. 2052
Brief
Zitierhinweis:
Arnold Schönberg an C. F. Peters, 11. Februar 1920, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit C. F. Peters. Hrsg. von Florian Giering. Version 1.0 vom 02.04.2025. URL: https://www.schoenberg-peters.at/cfp/letters/letter.7754.