C. F. Peters an Arnold Schönberg
15. Dezember 1922
Sehr geehrter Herr Schönberg!
Als Weihnachtsgabe habe ich heute
das Vergnügen, Ihnen die Partitur der
5 Orchesterstücke in der Revision von 1922
zu überreichen und würde mich sehr freuen,
wenn nunmehr alle Ihre Wünsche in dieser
Beziehung erfüllt sein würden. Die Orche-
sterstimmen sind mittlerweile auch richtig
gestellt, und sowohl im Gewandhaus wie in
den Philharmonischen Konzerten in Berlin
hat Furtwängler bereits das Werk in der
neuen Fassung aufgeführt. Sie werden wahr-
scheinlich auch schon gelesen haben, dass
die Geister im Publikum wieder aufeinander
gestossen sind, während die Kritik, soviel
ich weiss, einhellig der Ansicht ist, dass
es sich um ein hochbedeutendes Werk han-
delt. Ich selbst stehe natürlich auch auf
diesem Standpunkt und stehe nicht an, zu
behaupten, dass die Edition Peters stolz
sein kann, dies Opus ihr eigen zu nennen.
So war es für mich auch eine grosse Freude,
das letztere in die vom Meister selbst so
sehr gewünschte neue Gewandung zu kleiden.
Ob auch das Publikum nun bald für dies Kind
Ihrer Muse reif sein wird ?
das Vergnügen, Ihnen die Partitur der
5 Orchesterstücke in der Revision von 1922
zu überreichen und würde mich sehr freuen,
wenn nunmehr alle Ihre Wünsche in dieser
Beziehung erfüllt sein würden. Die Orche-
sterstimmen sind mittlerweile auch richtig
gestellt, und sowohl im Gewandhaus wie in
den Philharmonischen Konzerten in Berlin
hat Furtwängler bereits das Werk in der
neuen Fassung aufgeführt. Sie werden wahr-
scheinlich auch schon gelesen haben, dass
die Geister im Publikum wieder aufeinander
gestossen sind, während die Kritik, soviel
ich weiss, einhellig der Ansicht ist, dass
es sich um ein hochbedeutendes Werk han-
delt. Ich selbst stehe natürlich auch auf
diesem Standpunkt und stehe nicht an, zu
behaupten, dass die Edition Peters stolz
sein kann, dies Opus ihr eigen zu nennen.
So war es für mich auch eine grosse Freude,
das letztere in die vom Meister selbst so
sehr gewünschte neue Gewandung zu kleiden.
Ob auch das Publikum nun bald für dies Kind
Ihrer Muse reif sein wird ?
Ich danke Ihnen noch herzlich für
Ihren letzten Brief nebst der Einlage für
Herrn Schäfer und für mich selbst. Wir
beide haben uns über die Aufmerksamkeit
sehr gefreut.
Ihren letzten Brief nebst der Einlage für
Herrn Schäfer und für mich selbst. Wir
beide haben uns über die Aufmerksamkeit
sehr gefreut.
Sehr geehrter Herr Schönberg!
Als Weihnachtsgabe habe ich heute
das Vergnügen, Ihnen die Partitur der
5 Orchesterstücke in der Revision von 1922
zu überreichen und würde mich sehr freuen,
wenn nunmehr alle Ihre Wünsche in dieser
Beziehung erfüllt sein würden. Die Orchesterstimmen sind mittlerweile auch richtig
gestellt, und sowohl im Gewandhaus wie in
den Philharmonischen Konzerten in Berlin
hat Furtwängler bereits das Werk in der
neuen Fassung aufgeführt. Sie werden wahrscheinlich auch schon gelesen haben, dass
die Geister im Publikum wieder aufeinander
gestossen sind, während die Kritik, soviel
ich weiss, einhellig der Ansicht ist, dass
es sich um ein hochbedeutendes Werk handelt. Ich selbst stehe natürlich auch auf
diesem Standpunkt und stehe nicht an, zu
behaupten, dass die Edition Peters stolz
sein kann, dies Opus ihr eigen zu nennen.
So war es für mich auch eine grosse Freude,
das letztere in die vom Meister selbst so
sehr gewünschte neue Gewandung zu kleiden.
Ob auch das Publikum nun bald für dies Kind
Ihrer Muse reif sein wird ?
Ich danke Ihnen noch herzlich für
Ihren letzten Brief nebst der Einlage für
Herrn Schäfer und für mich selbst. Wir
beide haben uns über die Aufmerksamkeit
sehr gefreut.
Zitierhinweis:
C. F. Peters an Arnold Schönberg, 15. Dezember 1922, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit C. F. Peters. Hrsg. von Florian Giering. Version 1.0 vom 02.04.2025. URL: https://www.schoenberg-peters.at/cfp/letters/letter.20416.